Technik, Einsatztaktik, Wissenswertes, Normung

Fw-Fahrzeuge, freier Tankeinlauf (Trinkwasserverordnung)

 

Es gibt verschiedenste technische Ausführungen, um den Anforderungen an die Trinkwasserverordnung gerecht zu werden.
Mit einem freien Tankeinlauf ist die direkte Verbindung der Brandstellenleitung mit dem Hydrantennetz getrennt. Dadurch kann auch beispielsweise kein Schaummittel in das Netz der Trinkwasserversorgung "gedrückt" werden. Druckspitzen, z.B. durch taktisches Löschen mit Hohlstrahlrohren bei Wohnungsbränden, werden ebenfalls nicht bis ins Trinkwassernetz geleitet.

Wenn ein konventioneller Einlauf gewählt wird, muss die Feuerwehr entsprechende, technische Lösungen in den Leitungsaufbau vorplanen und einsetzen, um die obigen Punkte auf andere Art und Weise zu kompensieren.

Aus fachlicher Sicht ist meines Erachtens der freie Einlauf aktuell die beste und zukunftsfähigste Ausführung.

 

Hinweis:

Voraussichtlich ab Mitte 2019 erscheinen neue Normen für Fw-Fahrzeuge. Da die staatliche Förderung sich an den normativen Vorgaben orientiert, werden voraussichlich ab diesem Zeitpunkt Fahrzeuge, welche über keinen freien Einlauf verfügen, nicht mehr staatlich gefördert werden.

 

Informationen zur Trinkwasserschutzverordnung:

- Trinkwasserschutzverordnung

https://www.dvgw.de/themen/wasser/trinkwasserverordnung/

- FB4 DFV-Fachempfehlung Trinkwasserschutz

http://www.feuerwehrverband.de/fileadmin/Inhalt/FACHARBEIT/FB4_Technik/AGBF_DFV-Fachempfehlung_Trinkwasserschutz.pdf

- Internetseite des DVGW

https://www.dvgw.de/medien/dvgw/wasser/netze/schlingmann-w405b1.pdf
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Wandhydranten Typ F

 

Wandhydranten Typ F(euerwehr) müssen bei 3 bar Druck mind. 100 l Wasser pro Minute, gleichzeitig an drei Entnahmestellen in einer Etage, liefern.

Im Zuge des Umstiegs der Feuerwehren von den konventionellen Mehrzweckstrahlrohren hin zu den Hohlstrahlrohren, bergen Wandhydranten evtl. einsatztaktische Gefährdungen im Innenangriff für den vorgehenden Trupp.

I. d. R. benötigen Hohlstrahlrohre bei 100 l Wasser pro Minute einen Wasserdruck von mind. 6 bar. Der Wandhydrant muss jedoch lediglich 3 bar bereitstellen.

Auf Grund dieser normativen Vorgaben für die Wandhydranten F, ist das Sprühbild von Hohlstrahlrohren schwächer ausgeprägt, die Kühlwirkung und damit die Personenschutzwirkung ist stark reduziert. Die Wurfweite eines Hohlstrahlrohres ist wesentlich geringer. Es kommt nahezu zu einer Halbierung.

 

Mögliche Lösungsansätze:

- konventionelle Mehrzweckstrahlrohre für den Innenangriff mit Wandhydranten Typ F vorhalten und anwenden

- Vorgaben für Wandhydranten Typ F an die technischen Anforderungen von Hohlstrahlrohren zukünftig anzupassen. (mind. 6 bar Druck)

 

Hinweis:

Bestehende Anlagen müssen nicht verbessert bzw. nachgerüstet werden.

 

 

Seite ist im Aufbau - Anregungen können gerne gemeldet werden.

 

Stand 14.03.2019, Ansprechpartner Thomas Brüchert

 

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